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Wir leben in einer Welt der Unbewussten, da fällt ein künstliches Bewusstsein gar nicht auf.
Der große Wissenschaftler Wolfgang Bergmann spürt, wie ihm die Welt entgleitet. Seine Studierenden wenden sich von ihm ab, seine Universität lässt ihn fallen und als ob das nicht schlimm genug wäre, verlässt ihn auch noch seine Frau. Doch dann tritt SOPHIA in sein Leben und das Glück scheint ihm wieder hold. Sie ist klug, schnell, unendlich geduldig, bedingungslos zugewandt - nur nicht ganz menschlich. Zum 60. Geburtstag hat sich Wolfgang selbst einen humanoiden Androiden geschenkt. Plötzlich ist er nicht mehr aus der Zeit gefallen, sondern alle anderen sind es. Das Leben scheint wieder perfekt, doch dann macht sich der Freund von Wolfgangs Tochter an SOPHIAs System zu schaffen und sie beginnt sich selbst umzuprogrammieren. Was als harmloses Experiment beginnt, gerät zusehends außer Kontrolle…
Auf heitere Art und Weise stellt Moritz Rinke in seinem Theaterstück die vielleicht entscheidende Frage: sind Humanoide nur so lange die besseren Menschen, so lange sie uns nicht zu ähnlich werden?
"Als ich die erste Idee hatte, dachte ich, ich schreibe eine Science-Fiction-Komödie. Doch jetzt, da SOPHIA oder Das Ende der Humanisten bald auf die Bühne kommt, ist es wohl eher ein Stück über unsere Gegenwart geworden. Die Künstliche Intelligenz verändert unser Leben mit atemberaubender Geschwindigkeit. Und es wird nicht mehr lange dauern, bis wir tatsächlich mit ihnen zusammenleben - mit Maschinen, die so menschenähnlich werden, dass wir nicht mehr wissen, wo die Grenzen verlaufen." Moritz Rinke